Truppenbetreuung einst und jetzt Kämpfende Truppen wurden in den vergangenen Jahrhunderten von Priestern und Händlern  begleitet, zu ihnen gesellten sich auch Prostituierte. Rauschmittel trugen anno dazumal  wesentlich zur Moral der Truppe bei. In den Tagesbefehlen wurden neben militärischen  Vorgaben gelegentlich auch Stimmungen, Wünsche und Grüße aus der Heimat mitgeteilt.  Ein wesentlicher Wandel setzte im 20. Jahrhundert ein, die militärische Führung ließ der  kämpfenden Truppe die Informationen und Unterhaltung zukommen, die sie aus dem  Zivilleben gewohnt war. Dies betraf die Lieferung von aktuellen Zeitschriften, Musik, Theater und Filmvorführungen aus dem zivilen Bereich sowie den Betrieb eigener Medien.  Die Truppenbetreuung des 21. Jahrhunderts ist bestrebt, die Soldatinnen und Soldaten im  Auslandseinsatz zu informieren, zu unterhalten und ihnen in ihrer dienstfreien Zeit die  Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu bieten. Die Verbindung zur Heimat sowie  die Motivation der Truppe stehen dabei im Vordergrund. Die Truppenbetreuung im Österreichischen Bundesheer startete ihre ersten zaghaften  Versuche Mitte der 80er-Jahre. Der Kabarettist „Helmut Hüller“, die „Strebersdorfer Buam“  oder das „Urgestein“ der Truppenbetreuung, „Die Gimpel“, begaben sich auf die spannende  Reise zu den Soldatinnen und Soldaten in ihren Einsatzräumen. Diese ersten Betreuungen  erfolgten auf Initiative von Einzelpersonen, die Künstler traten dabei nicht nur ohne Gage  auf, sondern sie bezahlen auch das eine oder andere Flugticket aus ihrer eigenen Tasche. Mit Aufstellung des Kommando für Internationale Einsätze in Götzendorf (1999) wird das  selbstständige Referat „Öffentlichkeitsarbeit“ implementiert, das auch für die  Truppenbetreuung zuständig ist. Der Leiter des Referates, Hauptmann Michael Hafner,  entwickelt gemeinsam mit seinen Mitarbeitern ein neues Konzept für die  Öffentlichkeitsarbeit und Betreuung. Die Truppenbetreuung wird auf professionelle Schienen  gesetzt und im Lauf der Jahre zu einem wertvollen Instrument der militärischen Führung  zur Betreuung unserer Soldatinnen und Soldaten in den verschiedenen Einsatzräumen.   Mit der Aufstellung des Zentrum Einsatzvorbereitung (2002) übernimmt Hptm Helmut Gekle  die Leitung der „Betreuung & Öffentlichkeitsarbeit“, ADir Siegfried Semmler zeichnet seit  diesem Zeitpunkt für die Agenden der Truppenbetreuung verantwortlich. Sie bleiben auch  nach der Auflösung des Zentrum Einsatzvorbereitung und der damit verbundenen  Implementierung der Auslandseinsatzbasis (2010) ihren Agenden treu.  In enger Kooperation mit dem BMLVS, insbesondere mit der PersMarketing, der Komm, der  Einsatzführung und den zuständigen Stellen im Streitkräfteführungskommando wird die  Truppenbetreuung kontinuierlich ausgebaut.  Rund 100 Künstlergruppen aller Genres stellten sich bis dato in den Dienst der guten Sache  und brachten den Soldatinnen und Soldaten von Zypern bis auf den Golan, vom Kosovo bis  nach Bosnien-Herzegowina und in den Libanon nicht nur Grüße aus ihrer Heimat, sondern  auch Abwechslung, Spaß und Unterhaltung in einen Alltag, der oftmals zahlreiche  Entbehrungen fordert.  Pro Jahr werden durchschnittlich 10 Truppenbetreuungen durchgeführt. Die bestens  funktionierende Zusammenarbeit zwischen den involvierten Stellen im Ministerium und in  den Streitkräften mit dem selbständigen Referat „Betreuungs- & Öffentlichkeitsarbeit“ in  der Auslandseinsatzbasis sorgt dabei für einen reibungslosen Ablauf zum Wohle unserer  Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzräumen.  Übrigens: Bob Hope, Marilyn Monroe, John Wayne, Jayne Mansfield, die Marx Brothers,  Sammy Davis jr., Fred Astaire, Marlene Dietrich, Peter Maffay und Xavier Naidoo haben  ebenfalls die Strapazen einer Reise in Kriegsgebiete bzw. Einsatzräume auf sich genommen, um für ein paar Stunden der Ablenkung zu sorgen.   
Künstler im Einsatz für den Frieden
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